Vision

Die Zukunft der Energieversorgung basiert auf dezentraler Erzeugung und erneuerbaren Ressourcen. Der Freistaat Thüringen möchte kreative und tragfähige Energie­­­lös­ungen für die Zukunft identifizieren und gezielt fördern. Digitale Konzepte müssen aktiv genutzt werden, um diese Herausforderungen in wirksame Lösungen umzusetzen. Das setzt voraus, dass digitale Schnittstellen und Kommunikationskanäle auch in der Energiewirtschaft standardisiert werden und einen Mehrwert für Kunden entfalten.

 

Wesentliche Maßnahmen dieses Handlungsfelds sind insbesondere:

# GREEN Invest ausbauen

Das Förderprogramm GREEN Invest soll den Einsatz von Energiemonitoring­systemen unterstützen, um den Unternehmen ein dauerhaft nutzbares ­Instrument zur Energieeffizienzverbesserung an die Hand zu geben. Um dieses strategische Ziel tatsächlich zu erreichen, wird die Förderung mit einem regelmäßigen Bericht über die gewonnenen Erkenntnisse und daraus abgeleitete Maßnahmen verbunden.

# Digitale Energiezukunft Thüringen

Um kreative und tragfähige Energielösungen für die Zukunft zu identifizieren und gezielt zu unterstützen, sollen verschiedene Projekte in Thüringen unterstützt werden, die Potenziale für digitale Technologien und Datenauswertungen in der Energieversorgung und Energieverteilung untersuchen.

# Stärkung der Vernetzung und des Wissenstransfers im Energiebereich

Um die Innovationsfähigkeit der Energiebranche in Thüringen langfristig zu sichern, soll der interdisziplinäre Wissens- und Innovationstransfer zwischen den Akteuren im Energiebereich gestärkt werden. Über verschiedene Maßnahmen sollen Wissenschaft, Energiewirtschaft, Industrie und verschiedene Einrichtungen noch besser miteinander vernetzt und durch den Know-how-Transfer insb. zu Innovationen und Trends sichergestellt werden, dass die Wirtschaft in Thüringen bei neuen digitalen Möglichkeiten im Energiebereich immer „up to date“ ist.

 


 

Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende hat die Bundesregierung den Transformationsprozess der Energiewirtschaft hin zu intelligenten, digitalen Infrastrukturen wie z. B. Smart Grid, Smart Meter und Smart Home eingeleitet. Über 1,5 Millionen Stromerzeuger in Deutschland sollen so mit Hilfe von digitalen Technologien mit den Verbrauchern vernetzt werden. Im Zentrum steht die Einführung und Anwendung intelligenter Messsysteme.

Sogenannte Smart-Home-Anwendungen sollen neben dem Komfortgewinn den Energiebedarf transparent machen und durch die Nutzung individueller
und variabler Tarife optimieren. Denkbar sind intelligente Systeme zur ­Verbrauchslenkung ggf. in Verbindung mit einer Kurzzeitprognose des Bedarfs zur angemessenen Bereitstellung der Energie, insbesondere im Wärmebereich.

Die Gewährleistung einer sicheren Stromversorgung und stabiler Netze wird angesichts wachsender Anteile dezentral und fluktuierend einspeisender­ Erzeugungsanlagen und der Sektorkopplung immer mehr zur Herausforderung. Intelligente Energienetze werden die Integration der Erneuerbaren Energien deutlich vereinfachen und dabei helfen, Stromangebot und -nachfrage in Einklang zu bringen.

Für die Nutzung der Energiedaten benötigen die Versorger Zugriff auf Infor­mationen ihrer Kunden. Datenschutz und Datensicherheit spielen für die Akzeptanz dieser neuen Technologien eine entscheidende Rolle. Eine sichere Kommunikation und die Absicherung der Versorgungsqualität müssen im Vordergrund der zu entwickelnden Konzepte stehen. Grundsätzlich gilt, dass die bereits bundesweit beschlossenen Schutzprofile und technischen Richt­linien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik eingehalten werden müssen.