Vision

Der Freistaat Thüringen fördert den digitalen Kompetenzaufbau bei Erwachsenen, um jedem unabhängig von z. B. Alter und Bildungsvoraussetzungen eine selbstbestimmte digitale Teilhabe zu ermöglichen. Dies umfasst den Zugang zu qualitätsgesicherter Aus- und Weiterbildung und die Unterstützung der ­Lehrenden durch innovative Lehr- und Lernformate.

 

Wesentliche Maßnahmen dieses Handlungsfelds

# Digitales Förderprogramm für Lehrende in der Erwachsenenbildung
Befähigung der Lehrenden im Bereich digitaler Kompetenzen in Bezug auf innovative Lehr- und Lernformate und den sicheren Umgang mit Daten, verbunden mit entsprechender Ausstattung von Lernzentren etc.

# Mapping „Digitale Bildung“
Bestandsaufnahme zu Bildungs-/Lernangeboten für Lernende und Lehrende, Fokus auf Erfolgsbeispiele und Fördermöglichkeiten.

# Servicestelle Aus- und Weiterbildung
Ressourcenübergreifende Bündelung von Erfahrungen, Beratung, Wissens­transfer, Qualitätssicherung in Aus- und Weiterbildung.

 

 

Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft müssen Erwachsene für eine erfolgreiche persönliche, berufliche und gesellschaft­liche Teilhabe auch nach ihrer Ausbildung die vorhandenen digitalen Kompetenzen kontinuierlich vertiefen, ausbauen und aktualisieren.

Damit erhöht sich der Weiterbildungsbedarf und das lebenslange Lernen gewinnt weiter an Bedeutung.

Zum einen können Bildungsangebote für Erwachsene gestärkt und neu konzipiert werden. Digitale Angebote vereinfachen den Zugang zu den Lernwelten, die sich auf die besonderen Bedürfnisse in der Erwachsenen­bildung einstellen. Neue Angebote können mit Hilfe digitaler Technologie ­gezielt auf die Bedürfnisse des Einzelnen ausgerichtet werden. Dies wird ­heute schon durch spezialisierte Softwarelösungen und Lernplattformen möglich und der Zugang zu Wissen insgesamt vereinfacht.

Zum anderen zeigt die gesellschaftliche Entwicklung, dass es wichtig ist, einer Benachteiligung einzelner in der Gesellschaft durch unterschiedlichen Zugang bzw. uneinheitliche Qualität der Angebote entgegenzuwirken. Daher kommt es darauf an, im Bereich der Erwachsenenbildung Konzepte zum lebenslangen Lernen umzusetzen und Zugänge dazu breitenwirksam zu implementieren.
Es müssen Unsicherheiten z. B. durch mangelnde Kenntnis an digitalen Ange­boten, fehlende Ressourcen oder die Frage nach der Qualität der unterschiedlichen Anbieter minimiert werden. Die Weiterentwicklung der digitalen ­Kompetenzen von Lehrenden ist elementar. Die Rolle des Lehrenden als Moderator und Lernbegleiter sowie die Nutzung von innovativen Lehr-/Lernformaten wie z. B. virtuellenRäumen, E-Moderationen, interaktiven Online-Methoden gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Außerdem ist eine Anpassung der Weiterbildungseinrichtung notwendig. Dies erfordert eine Beratung in Rechtsfragen, aber auch hinsichtlich der Entwicklung medienpädagogischer Konzepte, der Auswahl und Implementierung von Lernplattformen oder der Kooperation mit Partnern z. B. in Bezug auf die ­Entwicklung von Selbstlernzentren. Um vorhandene Kompetenzen/Ressourcen landesweit bündeln und Synergiepotenziale nutzen zu können, ist eine Vernetzung der Bildungseinrichtungen Ziel aller Akteure. In diesem Zusammen­hang sollen einheitliche Qualitätsanforderungen definiert werden.

Als eine weitere wichtige Voraussetzung wird eine Infrastruktur benötigt, die den Lehrenden und Lernenden einen uneingeschränkten Zugriff auf relevante Lerninhalte erlaubt. Dazu zählen der Ausbau der Breitbandversorgung auch in ländlichen Regionen, WLAN-Zugänge an geeigneten Stellen sowie die Verfügbarkeit erforderlicher Endgeräte.